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Die Klimalüge – Ist der Klimawandel ein rein natürliches Phänomen?

Die gesamte Klimahysterie sei eine groß angelegte Betrugskampagne, die letztlich höhere Steuereinnahmen legitimiere und bestimmten Interessengruppen größere Gewinne verspreche.

Die Erde habe schon immer wärmere und kältere Phasen durchlaufen und sei rein natürlich. Der menschliche Einfluss auf den Klimawandel sei eine riesige Lüge, für die Unmengen an Zeit und Geld verschwendet werden – Geld, das an anderen Stellen viel sinnvoller eingesetzt werden könne.

Das ist die stark verkürzte Version der sogenannten Klima-Leugner oder Skeptiker, die den Klimawandel auf ein rein natürliches Phänomen reduzieren und sich damit versuchen ihrer Verantwortung zu entziehen.

Dadurch entsteht nämlich der Eindruck, die Erderwärmung wäre vergleichbar mit dem Kreisen des Mondes um die Erde. Kein Mensch macht sich Gedanken darüber, wie man das Mondkreisen stoppen könnte. Warum also wird der Klimawandel so heiß diskutiert?

Ganz einfach – weil der Klimawandel kein rein natürliches Phänomen ist und sich nicht im geringsten mit dem Kreisen des Mondes um die Erde vergleichen lässt. Ganz deutlich wird dies, wenn man Ursache und Wirkung dieser beiden Phänomene vergleicht.

Folgen des Klimawandels

Während sich das natürliche Phänomen des Mondkreisens um die Erde in seinen negativen Auswirkungen auf Schlafwandler und während der Gezeiten auch auf Fischer begrenzt, sind die Auswirkungen des Klimawandels weit folgenreicher.

Die Erderwärmung erhöht sich. Daran besteht kein Zweifel. Auch nicht von Seiten der Klimaleugner, die ja lediglich den menschlichen Einfluss darauf – nicht aber das Phänomen an sich bestreiten.

Wärmere Temperaturen verursachen ein schnelleres Schmelzen der Gletscher. Gletscher kann man sich als Sommerspeicher für Wasser vorstellen – das Schmelzwasser landet in den Flüssen und versorgt die Menschen im Sommer mit dem nötigen Trinkwasser.

Wenn die Gletscher allerdings zu schnell schmelzen, sind sie irgendwann nicht mehr da. Im Sommer gibt es dann weniger Wasser, worunter nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Energieproduktion leidet.

Übermäßige Wärme lässt auch die Polkappen schmelzen. Das Wasser in den Weltmeeren dehnt sich aus, der Meeresspiegel steigt an, das Grundwasser in Küstennähe wird versalzen und Landmassen verschwinden.

Meeresströmungen und Niederschlagsmuster verändern sich, was zu extremen Wetterereignissen führt. Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürren machen Menschen obdach- und besitzlos. Ernteerträge sinken, was Hungersnöte vergrößert, woraus Migration und Konflikte entstehen.

Tropische Krankheiten breiten sich aus, weil die übertragenden Insekten bei wärmerem Klima in neuen Regionen ansässig werden. Alte und kranke Menschen leiden unter heftigen Hitzewellen, die nicht selten tödlich enden.

Man könnte die Liste der Folgen des Klimawandels noch viel weiter ausführen, genannte Punkte genügen an dieser Stelle aber für folgendes Fazit: Das Mondkreisen um die Erde verursacht bei manchen Menschen unruhigen Schlaf und bei Fischern einen temporären Ertragsausfall.

Die Folgen des Klimawandels hingegen sind Not, Hunger, Leid und Tot. Und eben deshalb müssen wir uns um den Klimawandel mehr Gedanken machen, als um das Kreisen des Mondes um die Erde.

Diese Argumentation ist zugegeben einfach und wird der moralischen Verantwortung noch nicht ausreichend gerecht. Dafür müssen wir die Ursachen dieser Phänomene genauer betrachten.

Der Klimawandel ist kein rein natürliches Phänomen

Der Mensch kann das Kreisen des Mondes um die Erde weder beeinflussen, noch hat er es verursacht. Es handelt sich dabei um ein rein natürliches Phänomen, dass unabhängig von uns Menschen einfach so ist. Daher stellen sich uns auch keine moralischen Fragen darüber, wie, ob und inwieweit wir dagegen vorgehen müssen.

Beim Klimawandel hingegen sieht das anders aus. Dieser findet zwar „in der Natur“, nicht aber rein natürlich statt. Zumindest nicht im derzeitigen Ausmaß.

Um unsere Erde herum befindet sich die Atmosphäre, die wie eine Isolationsschicht wirkt: Sie lässt die Strahlen der Sonne herein, nicht aber zu gleichen Teilen heraus. Eben dieser sogenannte Treibhauseffekt ermöglicht auf natürliche Weise das Klima und Temperaturniveau unseres Planeten.

Bis hierhin ist das ein rein natürliches Phänomen, das sich auf rein natürliche Weise über die Jahrhunderte immer mal wieder verändert.

Der Treibhauseffekt hängt allerdings von der Konzentration der Treibhausgase in unserer Atmosphäre ab. Die wichtigsten Treibhausgase sind Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4). Je höher die Konzentration, desto weniger Strahlung wird in den Weltraum zurückgegeben und desto wärmer wird es auf unserer Erde.

Obwohl sich auch die Konzentration der Treibhausgase immer wieder natürlicherweise verändert, können wir seit der Industrialisierung einen unnatürlichen Anstieg beobachten. Es stellt sich also die Frage, was sich seit diesem Zeitpunkt verändert hat. Und das ist relativ einfach zurückzuverfolgen…

Zum einen haben wir Menschen damit angefangen, in enormem Ausmaß fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas zu verbrennen.

Wir haben begonnen, in großem Stil Reis anzubauen, Autos und Flugzeuge entwickelt, Öl- und Gasheizungen erfunden, Zement- und Stahl hergestellt und große Kohlekraftwerke für die industrielle Produktion gebaut. All das erhöht die atmosphärische Konzentration der Treibhausgase immens.

Zum anderen haben wir enorm viele Wälder abgeholzt, damit wir die Flächen besiedeln oder landwirtschaftlich nutzen konnten. Wälder dienen als natürliche CO2-Speicher – weniger Bäume bedeuten also, dass mehr CO2 in der Atmosphäre verbleibt.

wald

Der beschleunigte Klimawandel ist menschengemacht

Seit Beginn der Industrialisierung ist die Konzentration von CO2 von 280 ppm (parts per million) um über 35% gestiegen. Einen solchen Anstieg konnten wir in den gesamten letzten 650 000 Jahren nicht verzeichnen.

Die Temperaturen auf der Erde steigen kontinuierlich und gemeinsam mit den von uns produzierten Emissionen. Die Zusammenhänge sind offensichtlich!

Es handelt sich also beim Klimawandel nicht um ein rein natürliches Phänomen, sondern um ein „in der Natur“ stattfindender Vorgang, auf dessen Tempo wir nachweislich Einfluss nehmen.

Zugegeben, wie signifikant dieser Einfluss tatsächlich ist, lässt sich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Wir haben Vergleichsdaten und Hochrechnungen, aber natürlich auch viel Spekulation.

Die Naturwissenschaft kann uns sagen: „Wenn wir unser Verhalten so umstellen, dass die atmosphärische Treibhausgaskonzentration bis im Jahre x unter y bleibt, dann vermeiden wir damit wahrscheinlich eine Erwärmung von so und so viel Prozent im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter“.

Du merkst schon, das Wort „wahrscheinlich“ klingt hier wenig überzeugend. Eben hier setzt die Kritik der Klimaleugner an und eben dieser Umstand macht die Bewertung auch so schwierig.

Aber reicht es denn nicht, nachweisen zu können, dass wir de facto Einfluss nehmen? Wie viel Einfluss ist genug, damit die Menschheit Verantwortung übernimmt? Und wenn dem so wäre, wer muss dann wie viel und was genau tun, um dieser Verantwortung gerecht zu werden?

Das sind Fragen, zu denen uns die Naturwissenschaft keine Antwort geben kann. Und eben das macht den Klimawandel zu einer ethischen Herausforderung.

Einer Herausforderung, der wir uns gemeinsam Stellen müssen. Unsere Vorfahren, unsere Nachkommen… Du und ich. Bist du bereit?

Fair Because I Can? ist eine Plattform, die engagierte Blogger und integere Unternehmer zusammenbringt, um ein größeres Bewusstsein für gesellschaftliche und ökologische Probleme zu schaffen und den fairen Umgang mit Mensch und Natur zu fördern. Mehr dazu findest Du hier

Published by Sofia Elena 

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